Theobald Böhm, Modell von 1828,

romantische Klappenflöte in d1, mehrteilig

abgebildet: 3-teilige Flöte aus Grenadill mit 8 Klappen aus Messing versilbert

 

Thoebald Böhm wurde 1794 in München geboren. Neben der Schule wirkt er auch in seiner väterlichen Goldschmiedewerkstatt. Bereits im Alter von 16 Jahren baut er sich sein eigenes Instrument. Später lässt er sich vom Münchner Instrumentbauern Instrumente nach seinen Angaben bauen; auch lässt er Instrumente von so bekannten Bauern wie Koch und Liebel kommen. Neben seiner Reisetätigkeit als Flötensolist richtet er 1828 eine eigene Flötenwerkstatt ein und stellt eine "in Form und Bearbeitung" verbesserte Flöte ansonsten gewöhnlicher Bauart vor. Er liefert dieses Instrument nach Kundenwunsch in verschiedensten Bauarten aus: Holzbocklagerung oder Säulchenlagerung, 8 oder weniger Klappen, drei-oder vierteilig; mit/ ohne Stimmzug. - Dieser Typ wurde von ihm (bis 1839) und seinem Mitarbeiter und späterem Nachfolger Rundolph Greve noch während der nächsten 30 Jahre weitergebaut und teilweise auch von anderen kopiert.

Dieses Instrument war schon damals bemerkenswert: Es ist handwerklich hervorragend gebaut; es betritt ästhetisch dem Zeitgeist entsprechend neue Wege, und es ist dem neben Fürstenau anerkannt besten deutschen Flötisten seiner Zeit ein ädäquates Instrument. Es ist klanglich ausgewogen und in der Intonation ohne Mangel, und die Klappen sind so gelegt, dass sie ein virtuoses Spiel mit minimalen Fingerbewegungen ermöglichen.

Die Vorlage zu diesem Instrument in Privatbesitz ist dreiteilig aus Ebenholz, mit Stimmzug und 8 Silberklappen (d.h. C-Fuss) in Bocklagerung. Die Klappen sind aus 950er Silber handgeschmiedet und steht in a1 = 435 Hz.

Ich biete dieses Instrument in den Wünschen entsprechenden verschiedenen Bauarten an in  a1 = 440 - 430 Hz. Als Hölzer verwende ich hauptsächlich Grenadill, (indisches) Ebenholz, Cocos (brya ebenus; nur wenig verfügbar!) und Buchsbaum. Die Klappen sind aus Messing gegossen und versilbert.