P.J. Bressan, Victoria Albert Museum,

Traversflöte in d1, 4-teilig

 

Pierre Jaillard Bressan lebte von 1663 (Bourg-en-Bresse, Frankreich) bis 1731 (London?). Er kam um 1690 nach London und wirkte dort lange Jahre mit beträchtlichem Erfolg.

Das Original dieses Luxusinstruments liegt im Victoria & Albert Museum, London. Es ist vierteilig, aus Ebenholz, rundum mit feinsten Silberziselierungen versehen, mit Silberrringen und einer Silberklappe, in a1 = 410 Hz. Es ist eines der frühesten bekannten vierteiligen Flöten und weist die typische frühe englische Bauweise mit allen Zapfen nach unten ausgerichtetet auf. Es wird angenommen, dass es um 1720 gebaut wurde. Die Mensur ist sehr weit mit wenig Steigung, und die Wände sind relativ dünn, ähnlich wie bei Elfenbeininstrumenten. Sein Klang ist voll und klar und zugleich etwas hohl und verrät damit seine Abstammung von den Renaissance-Flöten. Die Höhe spricht erstaunlich leicht an.

ch baue es in a1 = 415 (oder auf Wunsch in a1 = 410 Hz oder 392 Hz), aus Ebenholz oder anderen Hölzern wie Grenadill, Buchsbaum oder Thuja, mit (aus ästhetischen Gründen) messingernem Metallwerk, ohne die Ziselierungen. Versilberung oder Lackierung des Messing auf Wunsch.